Methodenarbeit am Gymnasium Netphen
Das gezielte und gesonderte Training von Methoden außerhalb der einzelnen Unterrichtsfächer findet nun wie folgt statt:
In der Oberstufe dient es der Vorbereitung der Facharbeit und diese erfolgt auf zwei Ebenen:
1) Jahrgangsstufe 11: An einem Vormittag werden über vier Unterrichtsstunden die Anforderungen an einen Praktikumsbericht kombiniert mit den Anforderungen an die Facharbeit, so dass eine Gliederung, ein (kleines) Literaturverzeichnis, die Zitattechnik und die Einfügung eines Spezialthemas, das sich im Vorfeld oder aber am Arbeitsplatz ergibt, u. a. anhand von Beispielen eingeübt werden.
2) In der Jahrgangsstufe 12 wird zeitnah mit der Vergabe der Facharbeitsthemen an einem Vormittag über 4 Schulstunden wissenschaftspropädeutisch gearbeitet d. h. dass die Schüler mit den Feinheiten vertraut gemacht werden (Selektives Lesen, Exzerpieren, konspektieren, Themeneingrenzung, Visualisierung …) Durchführende bisher: Herr Wetzig, Frau Braunöhler, Referendare.
Vorstellbar ist, dass die Kollegen, deren Unterricht an dem Vormittag in der Jahrgangsstufe 12 ausfällt, sich einer Gruppe anschließen und aus ihrer Sicht und der Erfahrung mit Facharbeiten einen Beitrag leisten.
Ausblick:
Die Arbeit mit und an Methoden müsste auch aufgrund der Neuregelungen durch die Kernlehrpläne weitaus differenzierter und kooperativer geschehen, als das bisher der Fall ist.
So steht noch immer eine Methodensynopse (Übersicht über die Einführung von Methoden in den verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen) aus.
Weiterhin könnte man sich in der Sekundarstufe I Methodentage/-vormittage für einzelne Jahrgangsstufen vorstellen, was wiederum auch eine Entlastung für die Fächer wäre.
Das übergeordnete Ziel solcher Maßnahmen darf nicht aus den Augen verloren werden.
Es geht um die Steigerung der Selbstständigkeit und der Kooperationsfähigkeit der Schüler und damit eine Annäherung an Arbeitsformen, wie sie z. B. in finnischen oder kanadischen Schulen (Norm Green) gepflegt werden.
Es kann und sollte nicht so sein, dass das Methodentraining für die Facharbeit eine Sündenbockfunktion erfüllt für nicht gelungene Facharbeiten. Nach wie vor stehen alle Kollegen in der Pflicht, insbesondere in der 11 ihren Beitrag aus ihrer Sicht des Faches zu leisten. ”